Zwischen dem Käthe-Kollwitz-Berufskolleg und dem Stadtteilcentrum Osterfeld & Tackenberg als Jugendamt wird in einem umfassende Projekt zusammen gearbeitet. Es folgt der Absicht, einen Standard zu etablieren und diese Projektarbeit zum festen Bestand von Schulunterricht und Jugendhilfe zu entwickeln.


Vorausgegangen ist eine mehrjährige Kooperation zwischen der Schule und dem Stadtteilcentrum. In abgeschlossenen Projekten wurden bisher zahlreiche Erfahrungen, Methoden und Ergebnisse gesammelt und dokumentiert, lebensweltorientierte Arbeitsprojekte als Lernprojekte von Schülern durchzuführen und mit theoretischen Exkursen so zu fundieren, dass die teilnehmenden Schüler auch selbst zu fachlichen Ressourcen in der Lebenswelt wurden und die Arbeit des Stadteilcentrums nützlich bereicherten.


Fachtheoretisch ist die Kooperation in der Lebensweltorientierung begründet. Nach dem lebensweltorientierten Paradigma pädagogischer Arbeit geht es wesentlich darum, die materiellen wie die nichtmateriellen Ressourcen in der Lebenswelt der Menschen in deren Verfügungsmacht zurückzuholen und erforderliche neue Ressourcen zu (be)schaffen. Pädagogische Arbeit ist also raumgebunden und mit der prozesshaft zu entwickelnden Aneignung von Räumen und ihren Möglichkeiten durch Menschen befasst. Arbeitsfelder der Jugendhilfe sind nach diesem Grundverständnis also auch geeignete Lernfelder in der pädagogischen Ausbildung.